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Wie die Mutter so das Kind …

Übergewicht und Adipositas begünstigen die Entstehung kardiovaskulärer, metabolischer und onkologischer Erkrankungen und können sich negativ auf die Lebensqualität und -erwartung auswirken. Erkenntnisse der letzten Jahre konnten zudem zeigen, dass sie den Schwangerschaftsverlauf und das Ungeborene direkt beeinflussen können. Während der Schwangerschaft steigt durch das Wachstum des Kindes und der Plazenta sowie eine Zunahme mütterlichen Gewebes der Grundumsatz an. Der zusätzliche Energiebedarf pro Tag beträgt im Durchschnitt circa 300 kcal, wird jedoch häufig überschätzt und resultiert in einer Überernährung und Gewichtszunahme während der Schwangerschaft.

Mit dem stetig wachsenden Anteil Übergewichtiger an der Gesamtbevölkerung nimmt auch die Zahl der Frauen zu, die bereits vor einer Schwangerschaft übergewichtig sind. Dies stellt die Gynäkologie und Geburtsmedizin vor neue Herausforderungen, da mit steigendem Gewicht die Komplikationsrate zunimmt. Übergewichtige Schwangere entwickeln häufiger einen Schwangerschafts- bzw. Gestationsdiabetes und hypertensive Erkrankungen wie eine Präeklampsie. Diese zeichnet sich durch einen arteriellen Hypertonus, Eiweißausscheidung über den Urin (Proteinurie) und Ödeme aus. In sehr seltenen Fällen können neben den genannten Symptomen Krampfanfälle auftreten und die Prä- in eine gefürchtete Eklampsie übergehen. Mütterliches Übergewicht und Gestationsdiabetes können zudem das Risiko für Aborte, Früh- und Totgeburten erhöhen und direkten Einfluss auf das Ungeborenen nehmen. Eine mögliche Folge ist eine sogenannte Makrosomie, die vorliegt, sobald das Geburtsgewicht die 95. Perzentile überschreitet. Da sie die Gefahr von Geburtskomplikationen erhöht, kann bei begründetem Verdacht und entsprechenden Sonographiebefunden eine vorzeitige Geburtseinleitung oder ein Kaiserschnitt in Erwägung gezogen werden.

Eine Reihe epidemiologischer, klinischer und experimenteller Studien deutet darauf hin, dass der Ernährungszustand der Mutter noch weiterreichenden Einfluss auf die Entwicklung des Kindes haben könnte. Das Konzept des „perinatal programming“ beschreibt, dass künftige Ereignisse bereits während und kurz nach der Schwangerschaft durch Modifikationen auf genetischer Ebene „programmiert“ werden. Demzufolge könnte die Ursache für Übergewicht und Adipositas im Erwachsenenalter in einer mütterlichen Überernährung während der Schwangerschaft liegen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich das Körpergewicht bereits vor einer Schwangerschaft zu kontrollieren und gegebenenfalls zu normalisieren. Nach Schwangerschaftseintritt wird von Diäten hingegen abgeraten. Im Verlauf einer Schwangerschaft gehören regelmäßige Gewichtskontrollen zur Routine. Besonders bequem und zeitsparend lassen sie sich mit automatisierten Systemen wie dem seca 287 dp durchführen. Bei vorliegendem Übergewicht oder einer starken Gewichtszunahme sollte eine engmaschige gynäkologische Betreuung erfolgen.

Auch bei Neugeborenen sollte das Gewicht in regelmäßigen Abständen überprüft werden, um Gedeihstörungen frühzeitig zu erkennen. Dazu bietet seca eine Reihe spezialisierter Waagen an, die eigens auf die Anforderungen und Bedürfnisse von Neugeborenen und Säuglingen zugeschnitten sind. Generell sollte Übergewicht im Rahmen einer Schwangerschaft nicht unterschätzt werden. Jedes zusätzliche Kilogramm steigert das Risiko für Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen. Daher sollte ein Hauptaugenmerk auf die Prävention vor beziehungsweise Früherkennung während einer Schwangerschaft gelegt werden, um Risiken für Mutter und Kind weitgehend zu reduzieren.

Bild 1  © “Vasyl” / Fotolia.com